Schullandheimaufenthalt Klasse 4c 2009
Nach
der Ankunft im Landschulheim in der Jugendburg Rotenberg und nachdem
alles Gepäck im Aufenthaltsraum verstaut war, gingen wir, die Klasse 4c
in das Winzermuseum in Rauenberg.
Dort empfingen uns Herr Rössler uns sein Kollege freundlich. Sie
erzählten uns, dass 1964 ein Lehrer mit seinen Schülern, die auch 4.
Klässler waren, all die Sachen aus alten Zeiten zusammengetragen hatten,
um sie für die Nachwelt zu erhalten.
Sie teilten uns in 2 Gruppen auf. Herr Rössler führte uns Mädchen und
sein Kollege die Jungs herum.
Der Weinkeller
Zuerst brachte uns Herr Rössler in den Weinkeller
mit der großen Weinpresse und erklärte uns wie sie funktionierte. Weiter
erzählte er ,dass die Kinder in die großen Fässer klettern mussten, um
sie zu säubern, egal ob sie Platzangst oder Angst vor dem Dunkeln
hatten.
Wenn die Fässer kaputt waren, benutzten die Kinder gut erhaltene Leisten
um sich Schier zu bauen.
Dazu gestellte Sachen
Später kamen immer mehr Sachen dazu wie auch die
Kirchenglocke im Vorraum, sodass ein Museum entstand. Neben der
Kirchenglocke stand noch ein Wetterhahn aus derselben Kirche, die beiden
Sachen konnten vor Abriss dieser gerettet werden. Ein großes Uhrenwerk
stand neben der Kirchturm-Glocke und auf deren anderer Seite ein
Gebetsstuhl.
Arbeitsplätze früher
Weiter ging es in verschiedene Räume, in denen
Berufe dargestellt wurden, wie z.B. Lehrer, Zigarrendreher, Frisör,
Schuster und Schneider.
Früher hatten die Kinder noch Schiefertafeln in der Schule. Erst später
benutzten sie Hefte und Tinte. Sie lernten auch eine andere Schrift als
wir.
Klassenbuch
In
das Klassenbuch wurden die Eltern eingetragen, wenn sie ihre Kinder
daheim behielten, um sie arbeiten zu lassen. Sie mussten dann Geld an
die Schule bezahlen.
Weihnachtsgeschenke
Am Weihnachtsfest mussten die Kinder ihre Spielzeuge den Verwandten
abgeben. damit sie die Spielsachen verschönern und reparieren konnten.
Am nächsten Weihnachtsfest bekamen die Kinder die Sachen wieder zurück.
Einkaufen früher
Wenn Eltern etwas brauchten, dann schickten sie ihre Kinder zum
Tante-Emma-Laden, am Ende des Monats bezahlte man alles.
Kinderschuhe damals
Eine Mutter lies für ihr erstes Kind beim Schuster ein Paar Schuhe
machen. Dieses Paar wurde dann von Kind zu Kind weitergegeben. Wenn alle
Kinder sie getragen hatten, und es dem Jüngsten nicht mehr passte, wurde
die Spitze einfach abgeschnitten und so musste das Jüngste mit offenem
Schuh weiter laufen, auch wenn es nasse oder kalte Füße bekam.
Seltsame Erfindungen
Als wir in einem Raum standen, entdeckte einer einen seltsamen Löffel
mit einem langen Stock. Herr Rössler erzählte uns, wie es zu diesem
Stocklöffel kam: Ein Mann dessen Frau Rückenschmerzen hatte und sich
nicht mehr bücken konnte, erfand ihn, um nicht die ganze Arbeit alleine
machen zu müssen. So konnte auch seine Frau Dinge aufheben.
Wohnen und Gebräuche
Eine Familie ging früher nur bei Festen oder wenn Besuch kam in das
Wohnzimmer, die sogenannte gute Stube". Ansonsten hielt man sich
meistens in der Küche auf. Nur Frauen, die verheiratet waren trugen
Kopfbedeckung.
Verschiedene Bilder von Küchen und Einrichtungsgegenständen:
Als wir alles im Museum gesehen hatten, besprach Frau Sommer noch
einiges mit Herrn Rössler, während wir den Hof erkundeten. An einer
Mauer hing ein altes Straßenschild:
Ein Mitschüler von uns guckte nur ganz kurz hin und wunderte sich laut
über den komischen Namen:
"Alte Krichgasse"
Über diesen Verleser mussten wir alle schrecklich mit ihm zusammen
lachen. Zum Schluss erzählten uns die Jungs, dass der Kollege von Herrn
Rössler, der mit ihnen durch das Museum gegangen war, ganz oft das Wort
"praktisch gesagt" hat, und so bekam er von uns allen den Namen " der
praktische Kollege"
von Deborah Pfaff und Lise Unglaube
